Parkanlage

Die wunderschöne zum Palais gehörende Parkanlage ist eine der Sehenswürdigkeiten des Landgutes. Angelegt im englischen Stil Anfang des 19. Jh., steht sie im Einklag mit der umliegenden Landschaft.

Die Einwohner des Palais haben ihre Freizeit am liebsten im Park verbracht. Sanft abfallende Hügel vom Gehölz selten vorkommender Art bewachsen, weite Rasenflächen, hier und da ein Teich mit kleinen Brücken und Trauerweiden – all das machte den Charme dieser Parkanlage aus.

Direkt am See befanden sich Tennisplätze und Spielplätze. In nicht allzu großer Entfernung gab es sogar eine Anlegestelle für Lastkähne, die Getreide aus Jankowo nach Danzig beförderten. Angeblich gab es Pläne eine Schmalspurbahn zu bauen, um alle Bodenfrüchte zu transportieren. Die Familie bekam dafür sogar eine Kreditzusage von der Berliner Kreditbank, leider kam der Krieg dazwischen.

Im nördlichen Teil der Parkanlage befindet sich der evangelische Familienfriedhof der Heppners und weiter ein Fluss, der vor dem Krieg ein kleines Wasserkraftwerk angetrieben hat. Der gewonnen Strom wurde zur Beleuchtung des Herrenhauses genutzt.

Obwohl die Parkanlage jahrzehntelang vernachlässigt wurde, ist sie recht gut erhalten geblieben. Die ersten Aufräumarbeiten wurden bereits abgeschlossen. Der Park hat auch einen naturwissenschaftlichen Wert. Eine Anfang der 90er Jahre durchgeführte Bestandsaufnahme hat ergeben, dass hier zahlreiche Bäume wachsen, die den Status eines Naturdenkmals erhalten sollten, u.a.: Rosskastanien, Stieleichen, Traubeneichen, Rotbuchen, Winter-Linden, Flatterulmen, Geweihbäume und Gemeine Eschen.

Die Stiftung bemüht sich darum die Parkanlage zu revitalisieren und tritt für die Ernennung der wertvollsten Naturschätze des Parks zu Naturdenkmälern ein.